Organologische Verfasstheit

Organologische Verfasstheit von Klarmachbarem

Da sich Klarmachbares in und mit dem Gehirn entfaltet, strukturiert es sich analog organologisch, wie das Organ in dem es repräsentiert wird. Die Kategorien der Neurophysiologie finden Anwendung. Klarmachbares ist so in Schichten organisiert und strukturiert und bedarf der Voraussetzung durch das Organ. Neue Schichten bilden sich im Gebrauch1 und erzeugen die organischen Voraussetzungen. So können die neuen Schichten durch ein Klarmachbares aktiviert und dieses Klarmachbare repräsentiert werden. Ein Klarmachbares ist also eine Schicht, eine Menge Klarmachbares, verwoben durch die gemeinsame Repräsentation in der Schicht. Es ist ein Plural.

Auf der Rationalen Ebene ist es analog zu den Folgerungsmengen, den deduktiven Systemen Alfred Tarskis2.

Und so können wir sehen wie das Arbeiten am Verständnis ein Strecken der Nerven ist, neue Denkräume zu erschließen, durch die formierte Ausrichtung  und Verbindung miteinander. Diese Arbeit ist unsere Arbeit. Die Arbeit zu verstehen, wir müssen uns bemühen, ausrichten, strecken.

Der Lamarkschen Giraffe gleich strecken die Nerven so ihre Enden nach einander aus und tasten nach Verbindungen.

So entsteht das Geflecht der Gedanken aus dem Geflecht der Nervenverbindungen.

"..., als die epiphylogenetische Struktur der menschlichen Erinnerung einen psychischen und kollektiven Individuationsprozeß einleitet, der sich im Rahmen einer allgemeinen Organologie beschreiben läßt. Aus dieser Perspektive erscheint der psychische Apparat als etwas, das unablässig durch technische und technologische Apparate -und damit auch durch soziale Apparate - rekonfiguriert wird."3


[1] Neuronale Plastizität

[2] fundamenta mathematicae 25, (1935): S. 503-526, 26 1936 S. 283-301

[3] Bernard Stiegler, Die Logik der Sorge, S. 20, 1. Auflage, Surkamp 2008

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